Feierliche Eröffnung der Mädchen-Villa Milsper Straße

Ennepetal, 27.09.2021 - Endlich war es soweit - bei strahlender Herbstsonne feierte die Evangelische Stiftung Loher Nocken am 22.09.2021 die Eröffnung der Mädchen-Villa an der Milsper Straße im Ortsteil Voerde.

Mit großem Stolz wurde an diesem Nachmittag das wunderbar hergerichtete Gebäude von 1886 offiziell den 8 Bewohnerinnen der Wohngruppe und den Mitarbeiterinnen übergeben, die sich darin schon seit letztem Jahr ausgesprochen wohl fühlen.

Die ersten Bewohnerinnen der Wohngruppe waren bereits im Januar 2020 in die aufwändig sanierte Villa an der Milsper Straße 39 eingezogen. Die für letztes Jahr geplante Eröffnung der Außenwohngruppe konnte leider Corona-bedingt nicht stattfinden. Dies wurde nun nachgeholt. Die Villa Milsper Straße ist das neue „Heim“ der Intensivgruppe für Mädchen der Evangelischen Stiftung Loher Nocken. 


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Der Vorstandsvorsitzende der Stiftung Manfred Berger startete die Eröffnung der Mädchen-Villa mit den besten Grüßen und Wünschen des Vorstands. Unter den zahlreichen Gästen war auch die Bürgermeisterin der Stadt Ennepetal Imke Heymann. 

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Ein besonderes Zuhause auf Zeit als Vorbereitung für die Zukunft

In ihrem Grußwort war Frau Heymann so neidisch auf das tolle Haus, dass sie sogar anbot, darauf für 8 Wochen aufzupassen. Dabei hob sie die Möglichkeit für die Jugendlichen hervor, sich in diesem schönen Zuhause auf Zeit optimal auf die Zukunft vorbereiten zu können. Sie warb dafür, die Unterstützung der Einrichtung so gut es geht zu nutzen, um Orientierung in einer schwierigen Lebensphase zu bekommen, zur Ruhe zu kommen, in der Gemeinschaft der Jugendlichen zu lernen selbständig zu werden und in seiner Persönlichkeit zu wachsen.

Der Leiter der Stiftung Loher Nocken Dr. Thomas Trapper dankte in seiner Rede den vielen an der Sanierung beteiligten Personen und Firmen, u.a. dem Architekten Detlev Rose, den Mitarbeitern der Haustechnik, der Bauunternehmung Herbers und nicht zuletzt Frau Claudia Lietz als Leiterin der Angebote für Mädchen, die dem Haus auch eine persönliche Note gegeben und viele Einzelentscheidungen bei der Gestaltung der Villa mitgetragen hat.

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Voller Stolz begrüßten auch die jungen Bewohnerinnen die geladenen Gäste, berichteten lebendig über das Leben in der Wohngruppe, ihre Alltagsaufgaben und Freizeitaktivitäten und erzählten, wie die regelmäßigen Gruppenbesprechungen ablaufen. Nachdem die Mädchen das symbolische Band zur Eröffnung durchschnitten hatten, konnten sich die Gäste bei den Führungen durchs Haus selbst von dem besonderen Ambiente überzeugen und merkten, warum sich die Mädchen dort so wohlfühlen.

Die Villa bietet optimale Rahmenbedingungen für die Bewohnerinnen, um sich im Alltag auszuprobieren, in den wohnlichen Gemeinschaftsräumen Zeit zu verbringen, aber auch gemütlich in die eigenen, individuell eingerichteten Zimmer zurückziehen zu können. Sportlich auspowern können sich die Mädchen auf den außergewöhnlich gut ausgestatteten Sport-Bereichen - auf dem Calisthenics-Parcour außen sowie innen im neuen Fitnessraum, der dank einer großzügigen Spende entstehen konnte. 

In die Wohngruppe werden Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren aufgenommen, die aufgrund von traumatischen Erlebnissen, emotionalen und sozialen Belastungen, psychischen Beeinträchtigungen oder seelischen Behinderungen eine intensive Anleitung und Begleitung in verschiedenen Lebensbereichen benötigen. Die Förderung zu einer selbstbestimmten, eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit ist dabei ein zentrales Anliegen.

Ein besonderer Tag in einem besonderen Haus klang bei Bratwurst, Kaffee und einem besonderen Kuchen aus: Die Mädchen haben die Milsper Straße 39 als Cremetorte gebacken – kurzlebiger als das Original, aber sehr lecker!

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Video-Rundgang durch die Villa