28.02.2017

Karnevalsfeier 2017

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Die große Karnevalsparty der Evangelischen Stiftung Loher Nocken bot ein kunterbuntes Programm mit tollen Preisen für das ausgefallenste Kostüm, jeder Menge Spaß und natürlich süßen Naschereien wie es sich zum Fasching gehört.

Vom kleinsten Schnuller-Marienkäfer bis zur größten Piratin, gute Laune hatten sie alle. Inmitten von Luftschlangen, kunterbunten Ballons und Konfetti wuselten Tiger, Feen, Drachen und viele, viele andere kostümierte Kinder durch das Gebäude, tobten, tanzten und erfreuten sich an der spielerisch gestalteten Spaßolympiade.

Neun Stationen warteten auf den karnevalistischen Nachwuchs, "das macht richtig Spaß", ruft Nathan etwas aus der Puste, gerade hat er sich nämlich ein kleines Duell mit seinem Freund beim Sackhüpfen geliefert. Etwas weiter versucht Mama Jessica beim Balancieren das Gleichgewicht zu halten: "Das ist echt nicht so einfach, man kommt leicht aus der Übung", schmunzelt die junge Mutter, die gemeinsam mit ihren Töchtern Leonie und der kleinen Emilia gekommen ist.

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Kurze Zeit später treffen wir die drei bereits am Schminkstand, wo sich mittlerweile eine kleine Schlange gebildet hat. "Guck mal, jetzt bin ich eine Fee mit einem Katzengesicht" lacht Leonie, zeigt stolz auf ihre Mama, die gerade auch mit Schnurrbarthaaren und Stupsnase verziert wird. Aufgeregt und voller Freude tobt die kleine Fee durch den großen Saal, in der Hand die Laufkarte der Spaßolympiade. "An jeder Station gibt es einen anderen Stempel, am Ende können die Kinder in die Schatztruhe greifen, die bis oben hin mit Weingummi, Schokoriegeln, Kaubonbons und Lollys gefüllt ist", erklärt Nesrin Goy, Bereichsleiterin und Organisatorin der Karnevalsparty.

Umso größer war die Motivation, alle Stationen zu absolvieren, vom Dosen- und Säckchenwerfen bis zum "Schließer." "Ziemlich knifflig", bemerkt Fenja, die heute als Prinzessin verkleidet ist. Nebenan versuchen sich Indianer Alex und Cowboy Dean beim Essen mit Stäbchen. Mit viel Fingerspitzengefühl und einige Versuche später haben sie den Dreh raus und schwuppdiwupp sind die kleinen süßen Bärchen vernascht. Da spielten die Kinder gerne auch mal zwei oder drei Ründchen. "Irgendwie finden die kleinen Naschereien schon den Weg in den Mund" schmunzelt Sozialarbeiterin Rebecca Kirsch.

 

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Lachende Kinder, fröhliche Gesichter so weit das Auge reichte - zum Höhepunkt des Tages, dem Kostümwettbewerb, hatten sich Groß und Klein vor der Bühne des Festsaals eingefunden, um der kleinen Modenschau zu folgen. 36 Kostüme standen zur Prämierung, die Jury war sich einig: "Das ist ganz schön schwierig, Eiskönigin, Tiger, Polizist - alle sehen klasse aus!" Und doch stand am Ende die Platzierung fest: Die meisten Punkte vergaben die Juroren - bestehend aus Robin Schlußzus, Julius Neuloh und dem stellvertretenden Geschäftsleiter Jens Leutz - an die 15-jährige Julia, die ihr Kostüm komplett selbst gebastelt hat, damit großen Eindruck hinterlassen hat. "Vier Stunden habe ich allein für die Maske gebraucht", so die Schülerin. Das Ergebnis: einzigartig. Lage für Lage hatte sie die Einzelteile ihrer "Stealthor"-Maske zusammengeklebt, auf jedes Detail geachtet. "Mir gefallen selbst gemachte Kostüme einfach besser, dafür lohnt sich der Aufwand auf alle Fälle," betont die 15-jährige.

Neben Julia freuten sich Mike, Naomi und viele andere, toll kostümierte Kinder und Jugendliche über großartige Preise wie Kino- und Eisdielengutscheine, freien Eintritt für einen Erlebnispark und eine Bluetooth Box für die Erstplatzierten. Und damit nach einem so tollen Fest niemand leer ausgeht, gab's für alle Teilnehmer einen großen Korb mit Süßigkeiten, der jede Menge kleine Trostpreise bereithielt.

Nach einem kunterbunten Nachmittag, zahlreichen, teils ausgefallenen Verkleidungen, super Musik und allerlei Action tummelten sich zum Abschluss nicht nu

r die Jüngsten an der süßen Theke, schließlich warteten Donuts, Amerikaner und Berliner Bällen nur darauf, zügig vernascht zu werden. Mit strahlendem, Puderzucker verstaubtem Gesicht ruft, Grace: "Das schmeckt super, da könnte ich gleich noch einen von verdrücken."

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23.12.2016

Bunte Weihnachtsfeier der Ev. Stiftung Loher Nocken

Viel Musik, ausgelassene Stimmung, ein kunterbuntes Programm, kleine Geschenke – den Höhepunkt zum Abschluss des Jahres bildete einmal mehr die große Weihnachtsfeier der Ev. Stiftung Loher Nocken. Der Festsaal war bis auf den letzten Platz besetzt, alle waren sie gekommen, um gemeinsam zu feiern: Kinder, Jugendliche, junge Mütter mit ihren Babys, deren Familien, Freunde und Unterstützer der Stiftung, freuten sich auf einen abwechslungsreichen Nachmittag. Und im Anschluss an das Bühnenprogramm auf den Besuch des Weihnachtsdorfes. In ihrer kurzen Begrüßung erinnerten Dr. Thomas Trapper und die ehemalige Bewohnerin Sarah Schillings an die jahrzehntelange Tradition der Weihnachtsfeier. Vor einiger Zeit nämlich hatte Trapper das Programm aus dem Jahre 1946 in den Unterlagen gefunden, „schon damals gab es einige musikalische Beiträge, das gemeinsame Singen und die Verlesung der Weihnachtsgeschichte hatten ihren Platz.“ Mit ebenso viel Liebe und Engagement organisieren die Mitarbeiter und Bewohner der Stiftung bis heute Jahr für Jahr ein umfangreiches Bühnenprogramm, „üben exklusiv für die Feier die eine oder andere Showeinlage ein, backen Kekse, basteln Dekorations- und Geschenkartikel “, freute sich Trapper über den Einsatz aller Akteure, von denen der Kinderchor den gelungenen Auftakt des Festes lieferte.

Ebenso, wie Bürgermeisterin Imke Heymann waren selbstverständlich auch die Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung, Vertreter aus Politik und der Stadtverwaltung der Einladung zur Weihnachtsfeier in den Festsaal des Loher Nocken gefolgt, hatten kleine Präsente und Grußworte im Gepäck.

Superintendent Hans Schmitt richtete einige Worte an die Zuhörer, erinnerte an die Weihnachtsgeschichte, ehe im Anschluss die Tagesgruppe Milspe ein kleines Krippenspiel vorbereitet hatte: „Im Stall von Maria und Josef sind alle willkommen, alle gehören dazu, damals wie heute – so, wie auch bei der Stiftung Loher Nocken alle Menschen willkommen sind“, erklärten Dorothea Mertins und Matthias Schurna im Verlauf der Geschichte die kleine Botschaft.

Einzigartige Effekte, strahlende Farben, funkelnde Lichter, die Moderatorin Sarah-Marie Ouerghi hatte wahrlich nicht zu viel versprochen, als sie zu Beginn der Feier ein abwechslungsreiches Programm versprochen hatte. Nach allen Beiträgen des Chores, verschiedener Arbeitsgemeinschaften, der Baby-Uni und einigen Reden standen die kleinen und großen Akteure der Jonglage-AG bereits wieder in den Startlöchern, um den zweiten Teil ihrer phänomenalen Show zu präsentieren, mit Kegeln, Tüchern, Bällen und Ringen einmal mehr für einen krönenden Abschluss im Festsaal zu sorgen. Nach der Verabschiedung durch Dr. Thomas Trapper und dem gemeinsam gesungenen „Go tell it On the Mountain“, waren Jung und Alt eingeladen, den Nachmittag im gemütlich angerichteten Weihnachtsdorf in der Turnhalle gemeinsam ausklingen zu lassen: Bei warmen und erfrischenden Getränken, im Schein von Lichterketten und Kerzen, ließen es sich die Besucher sichtlich gut gehen: Sie genossen die vorweihnachtliche Stimmung, nutzten die Zeit, entlang der liebevoll hergerichteten Stände zu schlendern und mit dem einen oder anderen ins Gespräch zu kommen: „Die Weihnachtsfeier hat richtig Spaß gemacht“, erzählt die zwölfjährige Angel, die selbst aktiv bei den Artisten mitgewirkt hatte und ihre Gruppe kurz danach bereits in der Sporthalle unterstützte: „In der letzten Woche haben wir Backmischungen für Kuchen und Muffins zusammengestellt und Schneemannsuppe gemischt, die vor dem Verzehr nur noch mit Milch aufgefüllt werden muss“, erklärte Angel. Etwas weiter haben die Jugendlichen um Tim, Joshua und Sabine Teelichter, mit Serviettentechnik gefertigte Leinwände, Kerzen und andere Kreativgeschenke im Angebot. Joel berichtete von den Vorbereitungen und zeigte stolz auf die Auslage, was er gemeinsam mit den anderen Kindern und Betreuern gebastelt hat: „Das war manchmal zwar etwas kniffelig und wir brauchten viel Geduld, die einzelnen Motive von den Servietten genau auszuschneiden, aber trotzdem hat das echt Spaß gemacht.“

Neben leckeren Plätzchen, Dominosteinen und anderen knusprigen Naschereien auf den Tischen hatten sich einige Gruppen um das leibliche Wohl der Besucher gekümmert: Während die Bewohnerinnen der Mutter-Kind-Einrichtung Crêpes bereithielten, hatten die Jungs der Wohngruppe für Geflüchtete aller Hände mit der Zubereitung leckerer Falafelrollen zu tun. Sajjad lebt seit etwa einem Jahr im Loher Nocken, freut sich gemeinsam mit den anderen Bewohnern, zum Fest den Gästen einige Spezialitäten aus der Heimat zu zeigen: „Falafel sind Gemüsefrikadellen, die werden in eine Teigtasche gewickelt, die mit Salat, Humus und einer Joghurtsoße gefüllt ist“, erklärt Sajjad. Auch Betreuer Yahya Nemer ist stolz auf seine „Schützlinge“, packte an der einen oder anderen Stelle mit an und sorgte dafür, dass genügend Zutaten vorrätig waren.

„Ohne das Mitwirken der Bewohnerinnen und Bewohner, der Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einigen Förderern der Stiftung wäre es umso schwieriger, ein solches umfangreiches Angebot auf die Beine zu stellen“, betonte Geschäftsführer Trapper zum Abschluss noch einmal, richtete in diesem Zuge „ein großes Dankeschön an Nesrin Goy, die die Vorbereitungen der Weihnachtsfeier koordiniert und an die Bühnen- und Haustechniker, die für den nahezu reibungslosen Ablauf im Festsaal gesorgt haben." Für die Gäste waren die Angebote selbstverständlich kostenlos. Da im vergangenen Jahr allerdings so viele Besucher nach einer Spendenbox gefragt haben, wurde diesmal eine kleine Spardose aufgestellt. „In den kommenden Monaten“, blickt Dr. Thomas Trapper optimistisch auf das nächste Frühjahr, „sollen die Spenden in die Finanzierung des neuen Spielmobils fließen, das künftig für jede Menge Spaß bei stiftungseigenen Veranstaltungen und anderen Festen in der Region sorgen soll."

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12.10.2016

Fachtagung „Kindheit ist keine Krankheit“

Die von der Evangelischen Stiftung veranstaltete Fachtagung mit dem Düsseldorfer Kinderarzt Dr. Michael Hauch stieß auf große Resonanz. 70 Teilnehmer hörten dem Autor des Buches „Kindheit ist keine Krankheit – Ein Kinderarzt empört sich“ gespannt zu. Entwicklungsverzögert‹, ›hyperaktiv‹, ›sprachgestört‹: Kinder werden heute schnell als ›auffällig‹ bezeichnet und in Therapie überwiesen. In seinem Vortrag mit anschließender Diskussion warnt er vor der Lösung pädagogischer Probleme mit dem Rezeptblock.

Aus langjähriger Praxis-Erfahrung berichtete er: Therapien und Medikamente sind in den meisten Fällen überflüssig, sie können sogar nachhaltig schaden. Dagegen möchte er die Eltern ermutigen, ihren Kindern zu vertrauen und ihnen die Chance zu geben, sich nach ihrem eigenen Entwicklungsplan entfalten zu dürfen.

Am Nachmittag standen verschiedene Workshops für die Teilnehmer zur Auswahl. Alle standen im Fokus die Stärken und die Ressourcen der Kinder und Jugendliche in den Vordergrund zu stellen. Ein Workshop zielte auf die Ressourcendiagnostik ab, hier wurden Methoden besprochen und ausprobiert um Ressourcen mit den jungen Menschen zu entdecken und zu bestärken. In einem weiteren Workshop wurde die Erziehungsberatungsmethode „Marte Meo“ beleuchtet, hier werden Veränderungen nicht nur durch Worte, sondern auch durch Bilder (Video) angeregt. Der Workshop „Wer ist eigentlich Irre?“ nahm auf das Buch des Psychiaters von Manfred Lütz bezug und beleuchtete unsere Sicht auf die Gruppe der Menschen in unserer Gesellschaft, die vorrübergehend psychisch krank sind. Im vierten Workshop wurde das Modell einer resilienten Entwicklung anhand dem „Circle of Courage“ praxisnah bearbeitet. Der Workshop beschäftigte sich mit den vier Kernbereichen die mit positiven Veränderungen im Verhalten von Kindern und Jugendlichen korrelieren.

Die Fachtagung ist allgemein auf sehr gute Rückmeldungen und rege Diskussionen gestoßen. Die Evangelische Stiftung dankt den verschiedenen Referenten für die tollen Vorträge und Workshops.

Referenten:
Ressourcendiagnostik: Herr Michael Lüttecke & Stefano Perrone (Ev. Stiftung Loher Nocken)
Marte Meo: Frau Sarah Kojda & Frau Alina Kühn (Ev. Stiftung Loher Nocken)
Wer ist eigentlich Irre?: Herr Horst Jugl (Rummelsberger Diakonie)
Circle of Courage: Herr Dr. Thomas Trapper (Ev. Stiftung Loher Nocken)  

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17.09.2016

Familientag der Evangelischen Stiftung Loher Nocken am 17.09.2016

Jede Menge Attraktionen und Aktionen gab es zum Ennepetaler Familientag der Evangelischen Stiftung Loher Nocken. Der Geschäftsführer der Einrichtung Dr. Thomas Trapper, der das Fest mit der Schirmherrin, Bürgermeisterin Imke Heymann, eröffnete, freute sich, zahlreiche Besucher schon am Vormittag begrüßen zu können.

Was am Familientag alles geboten wurde, war beeindruckend. Für Groß und Klein war etwas dabei und so war Kurzweil angesagt. Ein schönes Fest, das die Stiftung aufgezogen hatte, hier sei Nesrin Goy als Haupt-Organisatorin genannt, die weitere Engagierte an ihrer Seite hatte. Dr. Trapper bedankte sich u.a. auch für die Unterstützung des Shanty Chores Voerde, der in Windeseile Bratwürstchen und Steaks ausgab.

Abwechslungsreiche Attraktionen standen zum kostenlosen ausprobieren und mitmachen bereit. Für abenteuerlustige lockte der stiftungseigene Hochseilgarten. Ebenso standen weitere Aktivitäten zur Verfügung wie das Bungee-trampolin, die große Hüpfburg, Jonglage-Workshops oder Enten-Angeln. Sehr beliebt für die Kleineren war das Kinderschminken, die bunten Ballontiere, Spielestationen oder der Sinnesparcours.

Das Fußballturnier war am Vormittag ein großes Highlight und brachte viel Spaß. Sechs Mannschaften á fünf Spieler im Alter von sieben bis 18 Jahren traten an. Der Siegermannschaft überreichte Imke Heymann jeweils eine Medaille, alle andren erhielten eine „süße“ Anerkennung. Verantwortlicher des Fußballturniers was Michael Menken, der sich über den Spieleinsatz aller freute.

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29.08.2016

Wege zu einer positiven Kultur

Larry Brendtro präsentierte „Positive Peer Culture“ in Ennepetal

„In allen Jugendlichen steckt Großartiges!“ Diese These des Psychologen und Erziehungswissenschaftlers Larry Brendtro klingt gewagt. Gibt es doch viele junge Menschen, die eher durch negative Dinge auffallen: sei es durch Motivationslosigkeit, schlechte Schulnoten oder unsoziales Verhalten. Der US-Amerikaner Brendtro ist aber überzeugt: selbst im schwierigsten Jugendlichen schlummert ein verborgenes Talent, das es zu entdecken gilt. Das Konzept der „Positive Peer Culture“ (PPC), das Brendtro bei einer Fachtagung in der Evangelischen Stiftung Loher Nocken am 29.08.2016 vorstellte, trägt dazu bei, dass die Stärken von jungen Menschen deutlich werden. 60 Teilnehmer konnten Prof. Dr. Larry Brendtro erleben und sich von ihm begeistern lassen.

Bei PPC steht die Arbeit mit einer Gruppe gleichaltriger Jugendlicher („Peers“) im Mittelpunkt, da Gleichaltrige ihre Altersgenossen oft mehr beeinflussen können als Eltern oder Pädagogen. Ziel des Konzeptes ist es, die Kinder und Jugendlichen zur gegenseitigen Hilfe und Unterstützung zu motivieren und eine Kultur des rücksichtsvollen Miteinanders zu entwickeln. Brendtro formuliert es so: „Sich Kümmern muss in Mode kommen.“

Brendtro betonte auch, wie wichtig positive Vorbilder für die Kinder und Jugendlichen sind: „Wenn wir Erwachsenen nicht respektvoll und fürsorglich miteinander umgehen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn die Jugendlichen sich genauso verhalten.“ Anhand zahlreicher anschaulicher Beispiele aus seiner langjährigen beruflichen Praxis und mit viel Humor faszinierte Brendtro sein Publikum.

An der intensiven Fachtagung gelang es, die Grundlagen der „Positive Peer Culture“ zu vermitteln. Die Fragen der Teilnehmer wurden von Brendtro immer wieder genutzt, um praxisorientierte Lösungen aus dem Konzept heraus zu verdeutlichen. Die Idee des positiven pädagogischen Klimas, das gerade schwierige Kinder und Jugendliche nachhaltig fördert, wurde am Fachtag sehr deutlich. Der Geschäftsführer der Ev. Stiftung Loher Nocken Dr. Thomas Trapper dankte Larry Brendtro für seinen inspirierenden und engagierten Vortrag, der den jungen Menschen mit seinen Bedürfnissen und Entwicklungsmöglichkeiten in den zentralen Fokus nimmt. Die Evangelische Stiftung Loher Nocken arbeitet seit mehreren Jahren am Aufbau einer positiven Jugendkultur und stellt die Rahmenbedingungen dazu zur Verfügung, dass sich eine „Positive Peer Culture“ zunehmend stärker ausbildet.

Larry Brendtro begeisterte sein Publikum durch seinen anschaulichen und humorvollen Vortrag. Unterstützt wurde er von seiner Ehefrau Janna und der Dolmetscherin Frau Beate Kreisle. Die Übersetzerin betreibt selbst eine Einrichtung der Jugendhilfe am Bodensee, in der sie den Ansatz PPC schon seit mehr als 17 Jahren verwirklicht.

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Bild: von links nach rechts: Beate Kreisle (Übersetzung), Larry Brendtro (Referent), Janna Brendtro (Ehefrau), Dr. Thomas Trapper (Geschäftsführer)