12.04.2017

Basketball Workshop durchgeführt von EN-Baskets Co-Trainer Stefan Schäfer in der Evangelischen Stiftung Loher Nocken

IMG 1466Spiel, Sport, Spaß und jede Menge Bewegung: Die ersten Ferientage standen ganz im Zeichen des Basketballs. „Die Motivation der Kids ist nicht zu toppen, alle machen wahnsinnig gut mit, haben unfassbar viel Energie", lobt EN-Baskets-Co-Trainer Stefan Schäfer den sportlichen Ehrgeiz aller Teilnehmer. Auch Mitinitiator Stefano Perrone von der Ev. Stiftung Loher Nocken ist rundum zufrieden, freut sich über die positive Stimmung in der Halle, die vielen lachenden Gesichter der Jungs und Mädchen. „Ein Großteil der Teilnehmer war bereits mit bei einem Heimspiel der Baskets, die Begeisterung für den Sport scheinen die Kids und Jugendlichen mit in diesen Workshop genommen zu haben", ist sich Perrone sicher.

IMG 1391Vom Grundlagen-ABC des Basketballs, fangen, werfen, dribbeln und passen, über Koordinationsübungen, kooperative Spiele bis hin zum Korbleger, das dreitägige Trainingscamp für die Bewohner des Loher Nocken ließ keinen Wunsch offen. „Das war richtig anstrengend, hat aber total Spaß gemacht", strahlen Yannick und Grebe fast um die Wette. Die beiden Jungs nahmen bereits an der Basketball-AG unter der Leitung von Stefano Perrone teil, „da haben wir schon einiges gelernt, unser Trainer heute hat uns noch ein paar Tricks gezeigt. Die wollen wir demnächst auf jeden Fall weiter üben", versichert Yannick.

Während am Vormittag vor allem individuelle Übungen auf dem Programm standen, wurden nach dem Mittagessen Power und Spiel ganz groß geschrieben: „Bei unterschiedlichen Kombinationsspielen, wie Tic-Tac-Toe in Basketballversion, sind viele Komponenten enthalten, die sich die Kids am Vormittag erarbeitet haben und nun festigen können", erklärt Stefan Schäfer und weiß genau, wie er die Jungs und Mädchen motivieren kann. Mit der Anwendung abwechslungsreicher Übungen, unterschiedlichen Anforderungen und individuellen Hilfestellungen vermittelt Schäfer die zwei vielleicht mitunter wichtigste Tugenden im Sport: Fairness und Teamgeist. „Die Großen nehmen die Kleinen an die Hand, das ist vor allem in Spielsituationen erkennbar. Die Jugendlichen merken, dass es wesentlich effektiver ist, den Ball auch einmal abzugeben, anstatt ausschließlich Alleingänge zu starten", erklärt Schäfer und kann aus jahrelanger Erfahrung im Kinder- und Jugendtraining sagen, dass „viele Kinder und Jugendliche von dieser Erfahrung auch im Alltag profitieren können."

IMG 1432Zum Ende des anstrengenden, vor allem aber sportlich-spaßigen Workshops wartete schließlich noch ein Highlight auf die kleinen und großen Teilnehmer des Basketballtrainings: EN-Baskets-Trainer Falk Möller und Spieler Gael Hulson kamen zum Überraschungsbesuch in die Sporthalle des Loher Nocken, hatten handsignierte Poster des gesamten Teams im Gepäck und sorgten damit einmal mehr für strahlende Kinderaugen.
„Das ist richtig cool", waren sich Angel und Leonie schon am zweiten Tag des Camps einig. „Auch wenn´s anstrengend ist, macht es richtig viel Spaß und ist einmal etwas ganz anderes, eine super Abwechslung." Dem achtjährigen Jonas hat das „Dribbeln und Körbewerfen" am Besten gefallen und er hofft, dass er „nach den Ferien weiterhin irgendwie Basketball spielen kann."
Glücklich, zufrieden und mächtig ausgepowert löste sich die Truppe am Mittwochnachmittag auf. Fest steht aber schon jetzt – und da sind sich Stefan Schäfer und die Verantwortlichen der Ev. Stiftung Loher Nocken einig – die Kooperation soll fortgesetzt und aktiv gelebt werden mit dem Ziel, im kommenden Schuljahr sogar eine Basketball-AG ins Leben zu rufen.

01.04.2017

Besuch Heimspiel EN Baskets am 01.04.2017

„Das war schon cool, beim letzten Mal so nah am Spielfeld und den Baskets zu sein,“ berichtet Svend begeistert vom letzten Heimspiel der EN Baskets, „ich freue mich riesig auf das große Saisonabschlussspiel heute Abend“, spricht er stellvertretend für die etwa 20 Bewohner der Ev. Stiftung Loher Nocken, die der Einladung der EN-Baskets gefolgt waren. Hautnah erlebten die Jugendlichen das Feeling in der ausverkauften Halle, die Stimmung bebte – schließlich hatten sich die Baskets bereits in ihrer letzten Partie vorzeitig die Meisterschaft gesichert.

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Auch der 13-jährige Marc war mit dabei, hatte sich direkt mit einem Fanschal ausgestattet: „Ich spiele selbst Basketball im Verein, habe einige Aktive der EN-Baskets einmal in einem Ferientrainingscamp kennen gelernt – das war super.“

Neben einigen Jugendlichen des Francke- und Wichernhauses waren auch Bewohner der umF-Gruppe der Einladung gefolgt, erlebten einen aufregenden, spannenden und auch abwechslungsreichen Basketballabend.

 

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„Der erste Kontakt zu den EN Baskets ist über unsere Bürgermeisterin, Imke Heymann entstanden“, erinnert sich der Bereichsleiter der Regel- und Intensivwohngruppen des Loher Nocken, Stefano Perrone, und ergänzt: „Wir haben uns sehr über die Einladung zu den beiden letzten Heimspielen gefreut und hoffen, dass sich für die Zukunft vielleicht eine weitere Kooperation entwickeln kann.“ Auch Omar Rahim als Geschäftsführer der EN Baskets würde sich über eine Zusammenarbeit freuen: „Als nächstes steht in den Osterferien ein dreitägiger Basketballworkshop für die Jugendlichen auf dem Programm: Mal schauen, wie es dann – step by step – weitergeht.“   Der erste dafür ist in jedem Fall bereits getan und das Wichtigste dabei: „Die Kids und Jugendlichen haben Spaß an der Sache, Spaß am Basketballspiel und an der Gemeinschaft,“ so Perrone.

Mit einem großen, handsignierten Mannschaftsplakat, tollen Eindrücken und einem Foto mit EN-Baskets-Maskottchen Airwin im Gepäck traten die Jugendlichen nach dem Meisterschaftsspiel den Heimweg an. Fest steht aber für alle: „Beim nächsten Mal sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“

28.02.2017

Karnevalsfeier 2017

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Die große Karnevalsparty der Evangelischen Stiftung Loher Nocken bot ein kunterbuntes Programm mit tollen Preisen für das ausgefallenste Kostüm, jeder Menge Spaß und natürlich süßen Naschereien wie es sich zum Fasching gehört.

Vom kleinsten Schnuller-Marienkäfer bis zur größten Piratin, gute Laune hatten sie alle. Inmitten von Luftschlangen, kunterbunten Ballons und Konfetti wuselten Tiger, Feen, Drachen und viele, viele andere kostümierte Kinder durch das Gebäude, tobten, tanzten und erfreuten sich an der spielerisch gestalteten Spaßolympiade.

Neun Stationen warteten auf den karnevalistischen Nachwuchs, "das macht richtig Spaß", ruft Nathan etwas aus der Puste, gerade hat er sich nämlich ein kleines Duell mit seinem Freund beim Sackhüpfen geliefert. Etwas weiter versucht Mama Jessica beim Balancieren das Gleichgewicht zu halten: "Das ist echt nicht so einfach, man kommt leicht aus der Übung", schmunzelt die junge Mutter, die gemeinsam mit ihren Töchtern Leonie und der kleinen Emilia gekommen ist.

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Kurze Zeit später treffen wir die drei bereits am Schminkstand, wo sich mittlerweile eine kleine Schlange gebildet hat. "Guck mal, jetzt bin ich eine Fee mit einem Katzengesicht" lacht Leonie, zeigt stolz auf ihre Mama, die gerade auch mit Schnurrbarthaaren und Stupsnase verziert wird. Aufgeregt und voller Freude tobt die kleine Fee durch den großen Saal, in der Hand die Laufkarte der Spaßolympiade. "An jeder Station gibt es einen anderen Stempel, am Ende können die Kinder in die Schatztruhe greifen, die bis oben hin mit Weingummi, Schokoriegeln, Kaubonbons und Lollys gefüllt ist", erklärt Nesrin Goy, Bereichsleiterin und Organisatorin der Karnevalsparty.

Umso größer war die Motivation, alle Stationen zu absolvieren, vom Dosen- und Säckchenwerfen bis zum "Schließer." "Ziemlich knifflig", bemerkt Fenja, die heute als Prinzessin verkleidet ist. Nebenan versuchen sich Indianer Alex und Cowboy Dean beim Essen mit Stäbchen. Mit viel Fingerspitzengefühl und einige Versuche später haben sie den Dreh raus und schwuppdiwupp sind die kleinen süßen Bärchen vernascht. Da spielten die Kinder gerne auch mal zwei oder drei Ründchen. "Irgendwie finden die kleinen Naschereien schon den Weg in den Mund" schmunzelt Sozialarbeiterin Rebecca Kirsch.

 

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Lachende Kinder, fröhliche Gesichter so weit das Auge reichte - zum Höhepunkt des Tages, dem Kostümwettbewerb, hatten sich Groß und Klein vor der Bühne des Festsaals eingefunden, um der kleinen Modenschau zu folgen. 36 Kostüme standen zur Prämierung, die Jury war sich einig: "Das ist ganz schön schwierig, Eiskönigin, Tiger, Polizist - alle sehen klasse aus!" Und doch stand am Ende die Platzierung fest: Die meisten Punkte vergaben die Juroren - bestehend aus Robin Schlußzus, Julius Neuloh und dem stellvertretenden Geschäftsleiter Jens Leutz - an die 15-jährige Julia, die ihr Kostüm komplett selbst gebastelt hat, damit großen Eindruck hinterlassen hat. "Vier Stunden habe ich allein für die Maske gebraucht", so die Schülerin. Das Ergebnis: einzigartig. Lage für Lage hatte sie die Einzelteile ihrer "Stealthor"-Maske zusammengeklebt, auf jedes Detail geachtet. "Mir gefallen selbst gemachte Kostüme einfach besser, dafür lohnt sich der Aufwand auf alle Fälle," betont die 15-jährige.

Neben Julia freuten sich Mike, Naomi und viele andere, toll kostümierte Kinder und Jugendliche über großartige Preise wie Kino- und Eisdielengutscheine, freien Eintritt für einen Erlebnispark und eine Bluetooth Box für die Erstplatzierten. Und damit nach einem so tollen Fest niemand leer ausgeht, gab's für alle Teilnehmer einen großen Korb mit Süßigkeiten, der jede Menge kleine Trostpreise bereithielt.

Nach einem kunterbunten Nachmittag, zahlreichen, teils ausgefallenen Verkleidungen, super Musik und allerlei Action tummelten sich zum Abschluss nicht nu

r die Jüngsten an der süßen Theke, schließlich warteten Donuts, Amerikaner und Berliner Bällen nur darauf, zügig vernascht zu werden. Mit strahlendem, Puderzucker verstaubtem Gesicht ruft, Grace: "Das schmeckt super, da könnte ich gleich noch einen von verdrücken."

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23.12.2016

Bunte Weihnachtsfeier der Ev. Stiftung Loher Nocken

Viel Musik, ausgelassene Stimmung, ein kunterbuntes Programm, kleine Geschenke – den Höhepunkt zum Abschluss des Jahres bildete einmal mehr die große Weihnachtsfeier der Ev. Stiftung Loher Nocken. Der Festsaal war bis auf den letzten Platz besetzt, alle waren sie gekommen, um gemeinsam zu feiern: Kinder, Jugendliche, junge Mütter mit ihren Babys, deren Familien, Freunde und Unterstützer der Stiftung, freuten sich auf einen abwechslungsreichen Nachmittag. Und im Anschluss an das Bühnenprogramm auf den Besuch des Weihnachtsdorfes. In ihrer kurzen Begrüßung erinnerten Dr. Thomas Trapper und die ehemalige Bewohnerin Sarah Schillings an die jahrzehntelange Tradition der Weihnachtsfeier. Vor einiger Zeit nämlich hatte Trapper das Programm aus dem Jahre 1946 in den Unterlagen gefunden, „schon damals gab es einige musikalische Beiträge, das gemeinsame Singen und die Verlesung der Weihnachtsgeschichte hatten ihren Platz.“ Mit ebenso viel Liebe und Engagement organisieren die Mitarbeiter und Bewohner der Stiftung bis heute Jahr für Jahr ein umfangreiches Bühnenprogramm, „üben exklusiv für die Feier die eine oder andere Showeinlage ein, backen Kekse, basteln Dekorations- und Geschenkartikel “, freute sich Trapper über den Einsatz aller Akteure, von denen der Kinderchor den gelungenen Auftakt des Festes lieferte.

Ebenso, wie Bürgermeisterin Imke Heymann waren selbstverständlich auch die Mitglieder des Kuratoriums der Stiftung, Vertreter aus Politik und der Stadtverwaltung der Einladung zur Weihnachtsfeier in den Festsaal des Loher Nocken gefolgt, hatten kleine Präsente und Grußworte im Gepäck.

Superintendent Hans Schmitt richtete einige Worte an die Zuhörer, erinnerte an die Weihnachtsgeschichte, ehe im Anschluss die Tagesgruppe Milspe ein kleines Krippenspiel vorbereitet hatte: „Im Stall von Maria und Josef sind alle willkommen, alle gehören dazu, damals wie heute – so, wie auch bei der Stiftung Loher Nocken alle Menschen willkommen sind“, erklärten Dorothea Mertins und Matthias Schurna im Verlauf der Geschichte die kleine Botschaft.

Einzigartige Effekte, strahlende Farben, funkelnde Lichter, die Moderatorin Sarah-Marie Ouerghi hatte wahrlich nicht zu viel versprochen, als sie zu Beginn der Feier ein abwechslungsreiches Programm versprochen hatte. Nach allen Beiträgen des Chores, verschiedener Arbeitsgemeinschaften, der Baby-Uni und einigen Reden standen die kleinen und großen Akteure der Jonglage-AG bereits wieder in den Startlöchern, um den zweiten Teil ihrer phänomenalen Show zu präsentieren, mit Kegeln, Tüchern, Bällen und Ringen einmal mehr für einen krönenden Abschluss im Festsaal zu sorgen. Nach der Verabschiedung durch Dr. Thomas Trapper und dem gemeinsam gesungenen „Go tell it On the Mountain“, waren Jung und Alt eingeladen, den Nachmittag im gemütlich angerichteten Weihnachtsdorf in der Turnhalle gemeinsam ausklingen zu lassen: Bei warmen und erfrischenden Getränken, im Schein von Lichterketten und Kerzen, ließen es sich die Besucher sichtlich gut gehen: Sie genossen die vorweihnachtliche Stimmung, nutzten die Zeit, entlang der liebevoll hergerichteten Stände zu schlendern und mit dem einen oder anderen ins Gespräch zu kommen: „Die Weihnachtsfeier hat richtig Spaß gemacht“, erzählt die zwölfjährige Angel, die selbst aktiv bei den Artisten mitgewirkt hatte und ihre Gruppe kurz danach bereits in der Sporthalle unterstützte: „In der letzten Woche haben wir Backmischungen für Kuchen und Muffins zusammengestellt und Schneemannsuppe gemischt, die vor dem Verzehr nur noch mit Milch aufgefüllt werden muss“, erklärte Angel. Etwas weiter haben die Jugendlichen um Tim, Joshua und Sabine Teelichter, mit Serviettentechnik gefertigte Leinwände, Kerzen und andere Kreativgeschenke im Angebot. Joel berichtete von den Vorbereitungen und zeigte stolz auf die Auslage, was er gemeinsam mit den anderen Kindern und Betreuern gebastelt hat: „Das war manchmal zwar etwas kniffelig und wir brauchten viel Geduld, die einzelnen Motive von den Servietten genau auszuschneiden, aber trotzdem hat das echt Spaß gemacht.“

Neben leckeren Plätzchen, Dominosteinen und anderen knusprigen Naschereien auf den Tischen hatten sich einige Gruppen um das leibliche Wohl der Besucher gekümmert: Während die Bewohnerinnen der Mutter-Kind-Einrichtung Crêpes bereithielten, hatten die Jungs der Wohngruppe für Geflüchtete aller Hände mit der Zubereitung leckerer Falafelrollen zu tun. Sajjad lebt seit etwa einem Jahr im Loher Nocken, freut sich gemeinsam mit den anderen Bewohnern, zum Fest den Gästen einige Spezialitäten aus der Heimat zu zeigen: „Falafel sind Gemüsefrikadellen, die werden in eine Teigtasche gewickelt, die mit Salat, Humus und einer Joghurtsoße gefüllt ist“, erklärt Sajjad. Auch Betreuer Yahya Nemer ist stolz auf seine „Schützlinge“, packte an der einen oder anderen Stelle mit an und sorgte dafür, dass genügend Zutaten vorrätig waren.

„Ohne das Mitwirken der Bewohnerinnen und Bewohner, der Unterstützung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einigen Förderern der Stiftung wäre es umso schwieriger, ein solches umfangreiches Angebot auf die Beine zu stellen“, betonte Geschäftsführer Trapper zum Abschluss noch einmal, richtete in diesem Zuge „ein großes Dankeschön an Nesrin Goy, die die Vorbereitungen der Weihnachtsfeier koordiniert und an die Bühnen- und Haustechniker, die für den nahezu reibungslosen Ablauf im Festsaal gesorgt haben." Für die Gäste waren die Angebote selbstverständlich kostenlos. Da im vergangenen Jahr allerdings so viele Besucher nach einer Spendenbox gefragt haben, wurde diesmal eine kleine Spardose aufgestellt. „In den kommenden Monaten“, blickt Dr. Thomas Trapper optimistisch auf das nächste Frühjahr, „sollen die Spenden in die Finanzierung des neuen Spielmobils fließen, das künftig für jede Menge Spaß bei stiftungseigenen Veranstaltungen und anderen Festen in der Region sorgen soll."

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12.10.2016

Fachtagung „Kindheit ist keine Krankheit“

Die von der Evangelischen Stiftung veranstaltete Fachtagung mit dem Düsseldorfer Kinderarzt Dr. Michael Hauch stieß auf große Resonanz. 70 Teilnehmer hörten dem Autor des Buches „Kindheit ist keine Krankheit – Ein Kinderarzt empört sich“ gespannt zu. Entwicklungsverzögert‹, ›hyperaktiv‹, ›sprachgestört‹: Kinder werden heute schnell als ›auffällig‹ bezeichnet und in Therapie überwiesen. In seinem Vortrag mit anschließender Diskussion warnt er vor der Lösung pädagogischer Probleme mit dem Rezeptblock.

Aus langjähriger Praxis-Erfahrung berichtete er: Therapien und Medikamente sind in den meisten Fällen überflüssig, sie können sogar nachhaltig schaden. Dagegen möchte er die Eltern ermutigen, ihren Kindern zu vertrauen und ihnen die Chance zu geben, sich nach ihrem eigenen Entwicklungsplan entfalten zu dürfen.

Am Nachmittag standen verschiedene Workshops für die Teilnehmer zur Auswahl. Alle standen im Fokus die Stärken und die Ressourcen der Kinder und Jugendliche in den Vordergrund zu stellen. Ein Workshop zielte auf die Ressourcendiagnostik ab, hier wurden Methoden besprochen und ausprobiert um Ressourcen mit den jungen Menschen zu entdecken und zu bestärken. In einem weiteren Workshop wurde die Erziehungsberatungsmethode „Marte Meo“ beleuchtet, hier werden Veränderungen nicht nur durch Worte, sondern auch durch Bilder (Video) angeregt. Der Workshop „Wer ist eigentlich Irre?“ nahm auf das Buch des Psychiaters von Manfred Lütz bezug und beleuchtete unsere Sicht auf die Gruppe der Menschen in unserer Gesellschaft, die vorrübergehend psychisch krank sind. Im vierten Workshop wurde das Modell einer resilienten Entwicklung anhand dem „Circle of Courage“ praxisnah bearbeitet. Der Workshop beschäftigte sich mit den vier Kernbereichen die mit positiven Veränderungen im Verhalten von Kindern und Jugendlichen korrelieren.

Die Fachtagung ist allgemein auf sehr gute Rückmeldungen und rege Diskussionen gestoßen. Die Evangelische Stiftung dankt den verschiedenen Referenten für die tollen Vorträge und Workshops.

Referenten:
Ressourcendiagnostik: Herr Michael Lüttecke & Stefano Perrone (Ev. Stiftung Loher Nocken)
Marte Meo: Frau Sarah Kojda & Frau Alina Kühn (Ev. Stiftung Loher Nocken)
Wer ist eigentlich Irre?: Herr Horst Jugl (Rummelsberger Diakonie)
Circle of Courage: Herr Dr. Thomas Trapper (Ev. Stiftung Loher Nocken)  

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