Der Barfußpfad der Intensivgruppe Mädchen

In der ersten Ferienwoche haben wir einen Barfußpfad gemacht. Wir wollten einen Barfußpfad für unseren Garten, damit wir unsere Sinne schärfen können, uns aber auch mit dem Pfad von Wut, Trauer und Stress ablenken können. Die Bauarbeiten für den Pfad waren sehr anstrengend, aber unsere Mühen haben sich gelohnt.

Barfusspfad 01

Barfusspfad 02

07.07.2018

Ennepetaler Familientag 2018

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Das war ein rundum gelungener Tag und zeigt einmal mehr, wie viele Angebote die Evangelische Stiftung Loher Nocken für alle Ennepetaler Familien bereithält: Pünktlich um zehn Uhr eröffneten Geschäftsführer Dr. Thomas Trapper und Bürgermeisterin Imke Heymann den Familientag auf dem Gelände der Einrichtung. Kurze Zeit später herrschte bereits Hochbetrieb in der kleinen Zeltstadt auf dem Schulhof, am Spielmobil und den zahlreichen Kreativ- und Bastelangeboten.

In jeder Ecke gab´s was anderes zu entdecken, zum Mitmachen, zum Lachen und Staunen. „Das ist wieder einmal gigantisch, was die Mitarbeiter und Bewohner des Loher Nocken hier auf die Beine gestellt haben“, staunte Imke Heymann nicht schlecht und richtete ein großes Dankeschön an alle Organisatoren und Beteiligten, die den Familientag zu einem solchen Event werden ließen. Schließlich – so auch Dr. Trapper – „sind alle Ennepetaler Kinder, Jugendliche, Eltern und Großeltern eingeladen, heute hier einen tollen Tag zu verbringen, viele schöne Erinnerungen mitzunehmen und den Loher Nocken kennenzulernen.“

002Dazu gab es garantiert genügend Möglichkeiten: Am Infostand gab es neben Flyern ausreichend Zeit und Raum, um mit Bewohnern und Mitarbeitern ins Gespräch zu kommen oder aber an Führungen durch die unterschiedlichen Wohngruppen auf dem Gelände teilzunehmen. Außerdem hatten sich nahezu alle Gruppen eine Kleinigkeit überlegt, um Jung und Alt ein abwechslungsreiches Programm zu bieten.

So wurden beispielsweise am Stand des „Fuchsbaus“ Buttons gestaltet, Masken ausgeschnitten oder Mandalas gemalt. Einige Meter weiter ließen sich die Kids zu kleinen Tigern, Löwen oder Schmetterlingen schminken und in der Schule sorgte die Mini-Phänomenta für staunende Augen. An insgesamt fünf Stationen konnten die Jugendlichen „praktisch erfahren, was theoretisch manchmal eher schwieriger zu verstehen ist“, erklärte Dirk Faust als betreuende Lehrkraft. Ähnliche Erfahrungen machten auch Sandra Küster und das Team der Schulbegleitung, die eine Entdeckungstour rund um das Auge vorbereitet hatten. „Wer hat den Durchblick?“ lautete das Motto des Parcours, der neben Suchbildern, optischen Täuschungen und einem kleinen Sehtest auch einen Sinnesparcours zu bieten hatte. „Hier sind Motorik und der Tastsinn noch einmal ganz besonders angesprochen, denn die Hindernisse werden mit verbundenen Augen bewältigt“, so Sonderpädagogin Julia Migchielsen.

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Ebenfalls von der Schule organisiert wurde die „Stille Versteigerung“ von im Kunstunterricht gestalteten, restaurierten Stühlen, die nun in neuem Glanz erstrahlten: Die fünften und sechsten Klassen der Loher Nocken Schule hatten ihrer Kreativität freien Lauf gelassen, viel Mühe, Zeit und handwerkliches Geschick investiert und die eher in die Jahre gekommenen, maroden Stühle kunterbunt mit Farben, Holz und unterschiedlichsten Techniken aufgepimpt.

Nach der Siegerehrung des Fußballturnieres startete um kurz nach zwölf Uhr auch das abwechslungsreiche Bühnenprogramm:

Zum Auftakt sorgte die Chor-AG für gute Stimmung, ehe die kleinen und großen Jongleure sowie die Akrobaten ihr Können zeigten. Das absolute Highlight aber war in diesem Jahr hinter der Turnhalle zu finden: Zum ersten Mal durften sich die Kids hinters´ Steuer des Baggers setzen – ein ganz besonderes Erlebnis, bei dem sich sogar der eine oder andere Kindheitstraum der Erwachsenen erfüllte.

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Auch für das leibliche Wohl der Gäste hatten die Mitarbeiter und Bewohner bestens gesorgt: Es gab eine riesige Kuchentafel, fruchtige Cocktails und sogar internationale Spezialitäten wie Döner, Pizza und eine albanische Suppe: „Wir wollten neben den arabischen Falafel etwas aus unserer Heimat anbieten“, erklärte der 18-jährige Moayad, der bald eine Ausbildung als Hauswirtschaftler antritt, sodass sich die Jugendlichen spontan zum Kochen entschieden und damit offensichtlich genau den Geschmack der Besucher getroffen hatten.

Während sich die Erwachsenen eine kurze Verschnaufpause gönnten, luden zusätzlich das Spielmobil, Hüpfburgen und der Hochseilgarten zum Toben und Spaßhaben ein – Langeweile kam hier garantiert nicht auf.

Nach allerlei Programm und Action neigte sich das Fest am späten Nachmittag dann langsam dem Ende. Und nicht nur die Verantwortlichen um Dr. Thomas Trapper und Nesrin Goy als Organisatorin sondern auch die Bürgermeisterin zogen eine positive Bilanz: „Das ist wirklich ein Event der besonderen Art. Und das nicht nur für die Bewohner des Loher Nocken, sondern für alle Ennepetaler Familien“, freute sich Heymann. „Dieser Tag, die entspannte Atmosphäre und die Freude an den Aktionen – das wird den Gästen sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben.“

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30.05.2018

Einladung Ennepetaler Familientag 07.07.2018

Herzliche Einladung zum Ennepetaler Familientag am 07.07.2018 von 10 - 16 Uhr auf dem Gelände der Ev. Stiftung Loher Nocken

Viele spannende Angebote zum Mitmachen erwarten euch:

  • Buntes Bühnenprogramm
  • Fußballturnier
  • VR-Brille
  • Kompetenzparcours
  • Bungee-Trampolin
  • Spielmobil
  • Hüpfburgen
  • Kinderschminken
  • bunte Frisuren
  • Rollenrutsche
  • Bagger
  • Bullriding
  • Ponyreiten
  • und vieles mehr

 

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt:

  • Grillstand
  • Döner
  • Falafel
  • Eis
  • Crepes
  • Zuckerwatte
  • Waffeln
  • Pizza
  • Kaffee und Kuchen 
  • und noch vieles mehr

Wir freuen uns auf einen Besuch.

Familientag 2018

 

 

31.05.2018

Teilnahme BVB Family Cup

Am 31. Mai nahm unser Team, die „Voerder Füchse“ am diesjährigen BvB – Family Cup teil, der vom TuS Ennepetal ausgerichtet wurde.

Unsere Füchse konnten im Turnier gegen Kampfgurken, die Fuchsgang, Kampfschweine oder die Törchenbande in diesem Jahr einen Achtungserfolg erreichen und mussten sich nach zwei Siegen nur wegen des schlechteren Torverhältnisses nach der Vorrunde vorzeitig verabschieden.  Das Team mit seinem Trainerstab kann auf jeden Fall sehr stolz auf sich sein.

Unser Bungeeteam unterstützte den TuS Ennepetal, wie schon im letzten Jahr, mit dem Bungeetrampolin und dem Spielmobil. Unsere beiden neuen Hüpfburgen wurden das erste Mal in der Öffentlichkeit präsentiert und haben ihre Feuertaufe bestanden. Bei strahlendem Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen konnten wir vielen Kindern ein wunderschönes Rahmenprogramm bieten.

Wir drücken dem TuS Ennepetal die Daumen, dass sie nächstes Jahr erneut das Turnier ausrichten dürfen und werden mit den Voerder Füchsen und dem Bungeeteam wieder mit dabei sein.

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24.10.2017

Fachtagung am 24.10.2017 „Zukunft war gestern!“ – Von der Kinderrepublik zur Zukunftswerkstatt Partizipation

2017-10-24 Fachtagung 01Kinder und Jugendliche verwalten, organisieren und gestalten das Leben in „ihrer“ Heimeinrichtung selbstbestimmt. Die Erwachsenen beraten, begleiten, unterrichten, leiten an und öffnen dadurch Erfahrungs- und Handlungsräume, in denen junge Menschen Selbstverantwortung und auch Gemeinschaftsfähigkeit erlernen und einüben. Mitverantwortung der jungen Menschen in der Erziehung führt gerade nicht zu Chaos und Anarchie, sondern zum Hineinwachsen in Verantwortung und Demokratie.

Der Fachtag stand unter dem Motto: „Zukunft war gestern!“ und begann entsprechend im Vortrag von Dr. Martin Kamp mit einem Sprung in die Vergangenheit, als 1895 mit der George Junior-Republic eine Einrichtung entstand, die annähernd komplett von Kindern, Jugendlichen und jungen Volljährigen aufgebaut und gestaltet wurde. William Reuben George arbeitete mit den „Straßenkindern“ New Yorks und entwickelte mit den jungen Menschen das Grundmodell einer radikal selbstverwalteten „Kinderrepublik“. Dieses Modell wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts an vielen Stellen insbesondere in den USA und Großbritannien, nachgeahmt und weiterentwickelt. Auch in Deutschland entstanden Kinderrepubliken, wie beispielsweise der „Schulstaat Haubinda“ oder die „Jungenstadt Buchhof“. Die historischen Modelle der „Kinderrepubliken“ ermutigen dazu, die Formen selbstorganisierten und selbstverantworteten Lernens sehr konzentriert in das methodische Zentrum einer Bildungseinrichtung zu stellen. So kann das Gestern einen wegweisenden Impuls für Partizipation im Heute setzen und zukünftige Beteiligungs- und Mitgestaltungsmöglichkeiten am Loher Nocken antizipieren.

2017-10-24 Fachtagung 02Wie können wir die Jugendlichen noch mehr einbeziehen in Alltagsentscheidungen, sie in den unterschiedlichen Bereichen mitwirken lassen?

Aufbauend auf die historischen Erfahrungen leistete Professorin Dr. Mechthild Wolff den Transfer zu aktuellen Fachdiskursen um Partizipation in der Kinder- und Jugendhilfe. Sehr praxisorientiert skizzierte Frau Wolff den Prozess einer gelingenden Beteiligung in der Heimerziehung, bei der „wir weg wollen von den No-Go´s hin zu den Go´s“! Für die Fachkräfte gilt es den organisatorischen und pädagogischen Rahmen zu spannen, in dem junge Menschen in Verantwortung hineinwachsen und Demokratie erlernen können. Wolff erläuterte an vielen konkreten Beispielen die positiven Aspekte gelungener Partizipation. „Sicherlich müssen die Fachkräfte genau prüfen, in welchen Bereichen die Partizipation der Kinder und Jugendlichen sinnvoll und fördernd ist. Genau an diesem Punkt sind die Einrichtungen gefordert, einen strukturellen Rahmen zu bieten, um Möglichkeiten der Beteiligung, des Mitwirkens zu schaffen und den jungen Menschen Raum zum Ausprobieren und Entwickeln zu geben“, so das Credo von Frau Professorin Dr. Wolff.2017-10-24 Fachtagung 03

Im weiteren Teil des Fachtags wurde an der praktischen Weiterentwicklung des Partizipationskonzeptes gearbeitet. Fokussiert an fünf Einzelthemen erarbeiteten die PädagogInnen und die Bewohner gemeinsam Schritte der Konkretisierung:

  • Personalmanagement,
  • Verwaltung und Verwendung von Gruppenbudgets,
  • konzeptionelle Angelegenheiten,
  • Innen- und Außenbereichsgestaltung,
  • Selbstvertretung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Die Gruppenergebnisse wurden im Plenum gesammelt und von Frau Wolff inhaltlich eingeordnet und werden in den kommenden Wochen weiter ausgearbeitet und realsiert werden. Insgesamt zogen die TeilnehmerInnen des Fachtages ein sehr positives Fazit der Veranstaltung, in der es gelungen ist, von den historischen Erfahrungen und Wagnissen den Blick zu richten hin auf die zukunftsfähigen Elementen in einer fürsorglichen Einrichtungskultur am Loher Nocken.2017-10-24 Fachtagung 04