Aktion Himmelswünsche sendet Hoffnungszeichen

Ennepetal, 25. Mai 2021 - Die Kinder und Jugendlichen der Evangelischen Stiftung Loher Nocken starteten die Luftballonaktion #himmelswünsche und sendeten hunderte Karten mit Wünschen an unbekannte Empfänger.

Jeannine Wernicke ist pädagogische Fachkraft in der Kindernotaufnahme "Fuchsbau", eine stationäre Wohngruppe zum Schutz von Kindern von 4 bis 12 Jahren. Sie hatte die Idee, mit der bunten Ballonaktion Hoffnungszeichen hinaus in die Welt zu senden und den Menschen somit eine kleine Freude zu bereiten. Wie überall haben auch die Bewohner und Beschäftigten der Stiftung durch die Corona-Maßnahmen erhebliche Einschränkungen im Alltagsleben erfahren müssen, gleichzeitig aber auch große Flexibilität und Solidarität untereinander gezeigt.


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Corona hat Auswirkungen auf junge Menschen: Einschränkungen im Alltag der Kinder

„Vieles stand in den vergangenen Monaten still. Die Gruppen waren meist unter sich. Vom altbekannten Stiftungsleben war nur wenig sichtbar, wodurch u. a. das Zugehörigkeitsgefühl, welches im Alltag der Kinder von großer Bedeutung ist, leidet“, sagt Jeannine Wernicke. Auch für die Kinder und Jugendlichen aus der Umgebung mussten Angebote eingeschränkt werden: Der Zugang zu Spielplätzen war teils nicht möglich und der im vergangenen Jahr der neu eröffnete Kinder- und Jugendtreff Hasperbach musste im Herbst seine Türen vorübergehend schließen. Das alljährliche Sommerfest wird auch dieses Jahr nicht stattfinden können.

 

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Eine Mutmachaktion im Leben der Kinder, aber auch für die Empfänger der Karten

Die Ballon-Aktion ist deshalb eine positive Abwechslung im Leben der Kinder, soll Mut machen und den Zusammenhalt der Kinder aufzeigen und stärken. Insgesamt beteiligten sich 11 Gruppen und über 100 Kinder des Verantwortungsbereichs von Nesrin Goy (Gesamtleitung Kinder) an der Aktion, die am Donnerstag, den 20. Mai stattfand. Corona-bedingt wurde die Aussendung der vielen Wunschkarten zeitversetzt in Einzelgruppen aufgeteilt. Bereits am Mittwoch starteten die ersten Ballons der Wohn- und Tagesgruppe in Breckerfeld. Am Donnerstag folgten auf dem Campusgelände der Stiftung in Ennepetal-Voerde die "Himmelswünsche" der verschiedenen Wohn- und Tagesgruppen, der Kindernotaufnahme sowie der Familienanalogen Betreuung Wuppertal.

 

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Einige der Kinder fügten ihren Ballonkarten persönliche Wünsche und Grüße an die unbekannten Empfänger bei und schickten ihre Ballons dann gemeinsam in den Himmel. Verbunden ist die Aktion mit einem kleinen Wettbewerb für den am weitesten geflogenen Ballon.

„Alle sind sehr gespannt auf die Rückläufer. Es wäre natürlich super schön, wenn die ein oder andere Karte den Weg zurück findet und einem Menschen in der Umgebung Freude und Mut gemacht hat“, freut sich Jeannine Wernicke.

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